Der eigene Blog – Erfahrung mit Suchmaschinenoptimierung

Nach einem halben Jahr mit einem eigenen Blog wage ich einen Rückblick auf Vergangenes und Erreichtes und meine Erfahrungen hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung. Gleich vorweg gesagt: Ich bin kein SEO-Experte!

Und eigentlich hasse ich Blogs, denn die meisten sind inhaltsleer, nur für Suchmaschinen geschrieben oder handeln von Katzen. Da man aber heute bei Problemen nicht mehr laut, sondern Google fragt, fiel mir auf, dass ich für die alltäglichen Programmiererfragen des Öfteren Lösungen in Blogs fand. Und so ist dieser Blog ist als eine Art persönliches Experiment gestartet: Wie funktioniert WordPress, kann ich Andere für meine Posts begeistern, wird Google mich mögen und werde ich Besucher haben.

Das leidige Thema: Suchmaschinenoptimierung

Wie bereits geschrieben: ich bin kein Experte, jedoch ist Suchmaschinenoptimierung unabdingbar für den eigenen Blog. Zum Glück habe ich schon ein paar Erfahrungen und es beschäftigen sich ja Millionen von Webseiten mit diesem Thema. Ich glaube Suchmaschinenoptimierung ist wohl auch das häufigste Keyword im Internet.

Viele der Tipps die man über dieses Thema finden kann, finde ich jedoch übertrieben und zum Teil falsch. Beispiel Pagerank: Wenn man mit einer neuen Webseite startet hat man natürlich Pagerank 0 – wie auch mein Blog.

Überall wird einem dann geraten möglichst viele Backlinks zu sammeln – am besten von Webseiten die wiederum einen hohen Pagerank haben. Ich habe daraufhin Webverzeichnisse und Webseiten gesucht auf denen ich Links zu meinem Blog eintragen konnte. Bei den meisten muss man einen Backlink setzten oder beschäftigt sich stundenlang mit dem Eintragungsvorgang und wird dann doch abgelehnt.

Ich habe daher in meiner bisherigen Erfahrung folgende wichtige Erkenntnisse gemacht:

  • Content is King:
    Google merkt recht schnell, wenn jemand versucht Inhalte für Suchmaschinen anstatt für Besucher zu schreiben. Bei guten Texten bleibt der Besucher auch länger
  • Grundlegendes SEO:
    300 Zeichen Text, mindestens ein externer Link, ein Bild, Überschriften 2. Ordnung und konformer HTML-Code. Und das war es auch schon!
  • Sitemap:
    Eine Sitemap hilft Google alle Seiten zu finden und zu indizieren. Mit WordPress ist es kein Problem eine Sitemap zu erzeugen und bei Google einzureichen
  • Regelmäßig schreiben:
    spätestens alle 3 Wochen sollten hin und wieder neue Post erscheinen, damit Google weiß, hier ist noch mehr zu holen
  • Posts fortführen und untereinander verlinken

Bei der Suchmaschinenoptimierung vertrete ich eine eigene Theorie (Achtung Spekulation!)

Viele Webseiten – nein nahezu alle verwenden auf die eine oder andere Weise externe Skriptressourcen von Google. Folgende HTML-Codes sollen dies verdeutlichen:

<!--Hier wird die Schrift Open Sans von den Google Font API's geladen-->
<link id="opensans-css" media="all" type="text/css" href="http://fonts.googleapis.com/css?family=Open+Sans&ver=3.5.1" rel="stylesheet">

<!--jQuery via Google-API's einbinden-->
<script src="http://ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.8.3/jquery.min.js"></script>

<!--Google Maps API bereitstellen-->
<script src="https://maps.googleapis.com/maps/api/js?sensor=false" type="text/javascript"></script>

<!--Google Analytics einbinden-->
<script type="text/javascript">
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-xxxxxxxxxx']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);
  //...
</script>

Anhand einer dieser Codes kann Google bei jedem Aufruf der Webseite bzw. Unterseite mitverfolgen woher ein Besucher kommt, wie lange er sich aufhält und wohin er dann als nächstes geht. Das Interessante daran: Google kann damit ermitteln ob ein Besucher die Seite interessant fand oder nicht. War er nur 5 Sekunden da, oder hat er nach 10 Minuten einen Link auf eine Unterseite verfolgt. Ganz ehrlich: Warum sollte sich Google noch für den Pagerank oder die Backlinks interessieren, wenn man dort genau mitbekommt wie viele Benutzer auf der Seite täglich sind und wie lange Sie bleiben?

Diese Statistiken zeigen der Suchmaschine doch, ob Ihre Besucher gefunden haben was sie suchen. Genau das ist auch meine Erfahrung mit Suchmaschinenoptimierung: Habe ich einen neuen Blog-Post veröffentlicht, kommen durch die Suchmaschine zunächst nur ein paar wenige Besucher. Über die Google Webmastertools kann man sehr schön sehen, dass diese Nutzer mit sehr unterschiedlichen Suchbegriffen oder Kombinationen auf die Seite kommen. Und dann? Es scheint als hätte Google dann die passendsten Schlüsselwörter ermittelt, weiß anhand der Aufenthaltszeit, dass die Besucher länger geblieben sind und auf einmal gehen die Zugriffszahlen stark nach oben.

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Besucherzahlen eines Artikels ohne dass in dieser Zeit Änderungen am Artikel oder durch Suchmaschinenoptimierung gemacht wurden

Wenig Suchmaschinenoptimierung bringt viel
Anhand der Piwik Statistiken für den Artikel (am 26.08.13 eingestellt) sieht man sehr gut, wie Sie die Zugriffszahlen mit der Zeit erhöht haben, ohne dass an dem Artikel nennenswerte Veränderungen gemacht wurden

Was ich in Sachen Suchmaschinenoptimierung  getan habe

Ergebnis Suchmaschinenoptimierung 

Unter den gewünschten Suchbegriffen (auf welche ich mit dem WordPress SEO – Plugin von Yoast hin optimiert habe) werde ich eher selten gefunden. Sondern es scheint als hätte Google, wie bereits erwähnt, seine eigenen Keywords gefunden. Mir ist auch bewusst, dass sich hier noch viel mehr Suchmaschinenoptimierung betreiben lässt. Wirklich viel Zeit habe ich für die Suchmaschinenoptimierung nicht verwendet. Interessant ist jedoch, dass ich nach 4 Monaten bereits PageRank 3 habe und die Besucherzahlen trotz der wenigen Posts doch recht ordentlich sind. Bleibt also die Erkenntnis weniger ist also auch hier mehr. Lieber auch Inhalte achten als auf Keywords, denn dafür wird man bei Google belohnt.